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28. Februar 2004 16:15 Uhr und 16 Sekunden:
Strillinger: "Hättest du nicht Bock, bei Chainheart Gitarre zu spielen? Wir suchen nen zweiten Gitarristen."
Gaida: "watt?? ding ding ding jackpott "
Strillinger: "Hätteste Bock?"
Gaida: "haste gekifft oder biste betrunken?"
Strillinger: "Beides nich (noch nicht).
Ernsthaft. Du zockst sehr gut Gitarre und hast genug drauf, um unser Zeug tight und in Time zu spielen. Und da der Klinki absolut gar keine Zeit mehr für die Band hat und unser Sänger nicht Gitarre spielen UND singen kann, brauchen wir nen zweiten. Persönlich passt du auch zu uns. Also: Willste mal zu ner Probe kommen?"
Gaida: "also ich hab momentan ein dickes grinsen im gesicht und glaube nicht das das jetzt passiert"
Strillinger: "...Aufgabenliste: Also:
1. Gitarre spielen (Lead/Solo/Rhythm, wie du willst).
2. Auf der Bühne posen und abgehen (also wie immer! : )
3. Fertig.

Naja, hat sich halt so ergeben. Damals hattest du ja keinen Bock auf Bass spielen, jetzt haben wir nen Bassisten. Jetzt fehlt uns ein Gitarrist und du bist auf jeden Fall gut genug!"


Genau das hier war die Anfrage, die mich einige Tage später wieder zu meinem Ursprung brachte. Chainheart ist nämlich Prophecy, die ich damals 1998 mitgegründet habe, nur halt mit einigen Besetzungs- und Namenswechsel. Immer noch dabei war Dennis Strillinger (Schlagzeug wie kann es auch anders sein) und über die Jahre mit ins Boot gesprungen sind Jan Even (ab Mitte 2003 Gesang), Artur Glavic (ab Mitte 2003 Bass) und Roland Leißa (ab Anfang 2003 Gitarre). Henning Potrek (Gitarre) ist 2002 gegangen und hat leider viel an seinem Talent über die Jahre vergeben, was ich nach einem Gespräch mit ihm im selben Jahr noch rausfinden werde. Stephan Klinkenberg (Gitarre) verließ die Band Anfang 2002, somit war mein persönlicher Störfaktor weg und mein Weg frei, um wieder musikalisch den Leuten in den Ar... zu treten. Nur leider hatte sich bei mir auch einiges getan. Meine Helden von damals wie Metallica, Iron Maiden und Konsorten waren nicht mehr in meinem Blickfeld und auch sonst habe ich damals andere Musik gehört als Chainheart sie machen wollten. Hardcore und Crossover waren meine momentanen Einflüsse und die von Chainheart waren halt andere. Dennoch war ich nun dabei und direkt am Wochenende nach der Anfrage also dem 5. März 2004 war ich schon ein Mitglied der Band ohne überhaupt gespielt zu haben. Wir trafen uns im Proberaum und ich sah ihnen zu und anschließend ging es zum Jan, um die beiden Gigs auf Video zu sehen, die die Band von 1999 bis 2004 zur Stande gebracht hat. Das waren halt nur der Gig in der Siedlung und einer beim Geburtstag von Jans Bruder Daniel (Gruß an dieser Stelle) im Jugendzentrum Regenbogenhaus in Homberg am 21. Februar 2004. In der Woche drauf traf ich mich mit Jan und schaute mir von ihm die Songs ab, die ich schon am Wochenende fast komplett konnte und diese Leistung durch große Augen und positiven Bemerkungen bestätigt bekam.


Wer sich nun fragt was ich so in den 4 Jahren getrieben habe hier die Antwort. Neben einigen erfolglosen und nicht nennenswerten Projekten mit Benjamin Kersken spielte ich bis 2003 weiterhin in der Schülerband mit Dennis Strillinger (Schlagzeug) und Christopher Dreu (Bass), die bis heute noch die beste Formation ist, die die Schule je hatte und haben wird. Zudem hatte ich einige Melodien für die Band Happy Weekend (unsere Nachfolger an meiner alten Schule) geschrieben und 2 wurden auch übernommen in den Songs "Happy Wekend" und "Kloppersong". So weiter mit Chainheart.
Im Juni 2004 entschloß ich mich wieder die Band zu verlassen, da ich mich nicht wohl fühlte in dem Gefüge und zudem mir die Probehäufigkeit nicht gefiel. Anstatt jedes Wochenende zu spielen fiel es halt mehrmals aus. Somit ging das Geld für den Proberaum umsonst flöten. Ich spielte dennoch die bevorstehenden Gigs, da ich der Einzige war der die Songs aus dem FF konnte und immer noch kann. Mein Nachfolger wurde Martin Wermers auch Wems genannt, der bei den Gigs für nur einen Song auf die Bühne kam. Für den ersten Gig beim Dong Open Air nahmen Chainheart einen Song für den Dong Sampler auf jedoch ohne mein oder Wermers Mitwirken.


Am 16. Juli 2004 ca. 14:45 bis 15:15 Uhr war es soweit ich spielte zum ersten Mal auf einer Bühne außerhalb Hombergs und zudem auf einem großen Festival. Ich war überstolz und freute mich tierisch. Vor allem wenn man auf der selben Bühne steht auf der Bands wie Dark Suns, Jester's Funeral, Jack Slater, Disillusion, Vintersorg und und und einige Minuten später stehen werden. Im Vorfeld hatte ich schon ein neues Projekt am Start namens Hangmen's Fault, dass aber sehr schnell sein Ende fand, aber dazu später mehr. Da wir uns entschlossen hatte mit Masken künftig die Bühne zu betreten machte ich Reklame bei den kommenden Chainheart Gigs für das Projekt. Als "2 Face" betrat ich mit Chainheart die Bühne und wir spielten folgende Setlist runter: In Love With Fire; Beautified; Something To Bang To; Days Of Cologneliness; Jotun (In Flames Cover mit Wermers auf der Bühne) und Odyssey Of Pain.

 

Hier nun drei und somit auch die einzigen Reviews zu diesem Gig:

Rückblick der Veranstalter: "Gerade auch die jungen und relativ unerfahrenen Bands Chainheart und Humanity begeisterten mit ihrer Energie und Spielfreude, ebenso wie Crikey (obwohl es deren Mitgliedern wohl kaum an Erfahrung mangelt...)."

metalgreg von metal.de: "Chainheart - Wie letztes Jahr mit Folkedudl war es dieses Jahr wieder einer "Veranstalter-Band" vergönnt, das DOA zu eröffnen. Chainheart aus Duisburg konnten dabei mit ihrem recht durchschnittlichen Power Metal noch nicht allzu viel reißen, bekamen aber trotzdem eine Menge an Applaus ab, dem Lokalbonus sei dank. Das In Flames-Cover "Jotun" hätten sie sich allerdings sparen können. Nur soviel: Ich als Die-Hard-IF-Fan habe erst kurz nach der Hälfte erkannt, dass dort überhaupt unsere Schwedenhelden verwurstet werden. Autschautsch!"

doomster von vampster.com: "Wie bereits im letzten Jahr, so wurde auch diesmal wieder das Festival von einer Band aus den Reihen der Veranstalter eröffnet - Traditionen wollen eben gepflegt werden. Und teilweise fand man unter den Chainheart-Musikern sogar Mitglieder von Folkedudl, die beim letzten Dong Open Air den Anfang machten. Zwar fehlte es dem melodischen Power Metal der Jungs, der aber glücklicherweise nicht allzu europäisch geprägt war, sondern auch immer mit kernigen Gitarrenriffs aufwarten konnte, auf Dauer etwas an Abwechslung - zu gleichförmig tönten einige der Songs -, dennoch funktionierte die Musik live wunderbar, so dass die Band unter den schon erstaunlich zahlreich vertretenen Festivalbesuchern für ordentlich Stimmung sorgte. Dazu beigetragen hat sicherlich auch die engagierte Bühnenshow sowie die Flitzefinger-Soli des überaus talentierten Leadgitarristen Roland. Highlights des Auftrittes waren sicherlich die mit dem Festivalmotto betitelte, eigens für diesen Zweck komponierte Hymne "Something To Bang To", welche zudem eine Hommage an die letztjährigen Headliner Skyclad und deren Song "Something To Cling To" darstellte, sowie das In Flames-Cover "Jotun", bei dem der neu eingearbeitete Gitarrist Martin von Folkedudl seinen ersten Auftritt mit der Band hatte. Leider gab es gesanglich einige Schwächen, denn nicht immer wurde der Ton sauber getroffen. Wenn man jedoch weiß, dass Frontmann Jan stimmlich sehr angeschlagen war, bei diesem Auftritt alles gegeben hatte und damit sogar die Teilnahme an einem in der folgenden Woche angesetzten Auftritt aufs Spiel setzte, so ist dies absolut verzeihlich. Gemessen an diesen Bedingungen lieferte der Gute eine wirklich beeindruckende Leistung ab, und ihre Rolle als Anheizer erfüllten Chainheart mehr als nur zufriedenstellend. Man darf gespannt sein, wie sich die Band in Topform schlägt."


Fünf Tage später spielten wir mit Seraphim (Taiwan), Intense (UK),
Jester's Funeral, Synasthasia und Folkedudl einen Gig im Heidekrug in Coesfeld. Die Setlist war die Gleiche nur mein Name änderte sich bzw. Jan sagte ihn damals richtig durch. Er lautete "Many Faces". Atze nannte mich scherzhaft "Multiface". Zwei Tage später traf man uns im Jugendzentrum Mühle in Rheinhausen mit Intense (UK) und Decay an. Die Setlist war identisch mit denen zuvor, jedoch war dies mein letzter Auftritt überhaupt auf einer Bühne bis heute. Da ich mich auf der Bühne am Wohlsten fühle bot ich mich an auch für künftige Gigs als Aushilfe zu dienen, jedoch wurde daraus nichts, denn die Band fiel wie Hangmen's Fault auseinander, wobei es Chainheart erst im März 2005 traf.


Damals dachte ich, dass mein Ausstieg und das Ende von Hangmen's Fault mein letztes Lebenszeichen als Musiker sein würde, aber es kam ganz anders.

 

Status der restlichen Musiker:
- Dennis Strillinger trommelt momentan für Yoda Guitar und war für längere Zeit auch für Synasthasia und Van Canto aktiv und ist der Einzige der Truppe, der noch aktiv Musik in einer Band macht und stetig höhere Ebenen des Musikerseins erreicht. Zudem ist er aktuell bei Schattenspieler als Session-Drummer zu finden.


- Jan Even stand kurz davor bei meinem Kids Under Ten Projekt einzusteigen, doch er lehnte ab und fand in seinem neuen Wohnort Leverkusen eine neue Band in der er aber auch nur einen kurzen Gastauftritt hatte. Bis heute hat sich daran nicht mehr viel geändert, da er nicht die Zeit dafür hat. Zudem war er auch ein Kandidat für das Gaida-Glavic Project, aber da musste er auch dankend ablehnen.


- Artur Glavic und Martin Wermers waren beide für die Anfangszeit des Gaida-Glavic Projektes als mögliche Kandidaten vorgesehen, jedoch sollte bis auf eine Probe mit ersterem nichts mehr passieren in der Richtung. Ihre gemeinsame Band Folkedudl fand schon kurz vor dem Ende von Chainheart selbiges.


- Martin Wermers hatte über die Jahre weiterhin Musikunterricht und brennt schon darauf wieder in die Saiten zu schrammeln. In Aachen hat er nun mit zwei Kumpels die Thrash Metal Band Amun gegründet und ich drücke ihm die Daumen, dass er mit ihr viel Erfolg haben wird.

 

- Roland Leißa war musikalisch nicht mehr unterwegs höchstens für das Dong Open Air genauso wie Artur Glavic, aber dann ohne Instrument in der Hand. Jedoch hat er nun einen Neues Projekt ins Leben gerufen, dass sich noch im Aufbau befindet und den Namen In Terror Bäng tragen wird inspiriert vom bis Dato völlig unterschätzten Satzzeichen . An dieser Stelle schon mal viel Glück dabei und ich bin gespannt was da so kommt.

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Wer die komplette Geschichte von der Entstehung von Prophecy bis zu den letzten Tagen von Chainheart mal schön übersichtlich und in kurz sich ansehen will der schaut bitte mal hier vorbei!

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